Die Geologie der Insel Elba

Elba hat eine Ausdehnung von ungefähr 220 km². Auf dieser kleinen Oberfläche sind alle Hauptgesteinstypen zu sehen: Eruptiv -, Sediment – und metamorphe Gesteine. Diese außerordentliche geografische Vielfalt bereichern noch die bekannten Eisenerzlagerstätten.

Diese geologischen Gegebenheiten verleihen Elba einen einzigartigen Charakter und bieten dem Besucher die Möglichkeit, eine Landschaft zu beobachten die über eine geologische Entwicklung von beachtlichem Interesse Zeugnis ablegt. Die Gesteine vulkanischen Ursprungs entstehen durch Verfestigungen aus heißen (zwischen 500° und 1200° C) aufsteigenden Gesteinsschmelzen, „Magma“ genannt. Die Sedimentgesteine entstehen aus losen Ablagerungen, Anhäufungen und der anschließenden Erhärtung von Feststoffen. Nach der ersten Bildung sedimentiver oder vulkanischer Gesteine unterliegen diese wieder Prozessen, die mineralogische Veränderungen verursachen: dies ist der Fall, wenn sie sehr hohen Temperaturen und großem Druck ausgesetzt sind. Die sich so bildenden Gesteine werden als metamorph bezeichnet.


Der geologische Aufbau der Insel Elba besteht aus fünf Schichtkomplexen oder „Decken“, d.h. fünf Teilen der Erdkruste verschiedenen geologischen und lithologischen Charakters. Die Verformungen der Erdkruste, die normalerweise von Interesse sind, sind vor allem die auf Elba vor einigen zehn Millionen Jahren stattgefunden Kompressionen, die die heute auf der Insel zu sehenden Schichtungen dieser wie „Flachziegel“ aussehenden Decken hervorgerufen haben.


Die Einheit I nimmt die tiefliegendste Position ein und erstreckt sich fast über das ganze Calamita-Vorgebirge bis hin zum Küstenstreifen zwischen Porto Azzuro und Terra Nera: Sie besteht aus metamorphen Schiefablergerungen (Calamita – Schiefer), Quarz, Sand- und Kalksteinen.


Die Einheit II zieht sich den Küstenstreifen zwischen Terra Nera und Rio Marina entlang. Diese Schicht besteht aus metamorphen, schieferhaltigen (Schiefer Macchiettai) Gesteinsschichten, dolomitischen Kalksteinen, Marmor, Serpentinit- und Vulkan-Felsen (Porphyr und porphyrische Schiefer).


Die Einheit III tritt nur in einem kleinen Teil auf, der vom Norden an der Spitze von Cavo bis in den Süden nahe Terra Nera reicht. Dort finden sich metamorphe und sedimentative Schichten anagetischen, kalkhaltigen und tonhaltigen (Argillit) Ursprungs.


Die Einheit IV, auch als „Ophiolith - Komplex“ bezeichnet, tritt größtenteils im östlichen Zentrum von Cala della Vita bis Monte Puccio und in einem von Norden nach Süden ziehenden Streifen, der sich von Portoferraio nach Capo Stella erstreckt, zutage. Weiter Ausläufer der Einheit IV finden sich um den Monte Capanne.


Die Einheit V zieht sich über ganz Mittelelba hin und hat einige Ausläufer, die zwischen dem Golf von Portoferraio liegen. Sie besteht aus Sand- und Tonsteinen.


Im östlichen Teil der Insel finden sich außerdem Ablagerungen, deren geologischer Ursprung im Quartär liegt, die also nicht älter als 1,8 Millionen Jahre sind. Diese Ablagerungen bestehen aus Sandsteinen und Mergeln und sind hauptsächlich äolischen Ursprungs. Einige Windeinwehungen treten am Strand von Madonna delle Grazie zutage. Westelba wird größtenteils von der charakteristische Form einer Haube, deren nahezu kreisförmige Basis eine (ca. 700° C) während der Magma-Kristallisation umgewandelt haben. Der Transformationsprozess dieser Gesteine ist ein besonders Beispiel von Metamorphose und ausschlaggebend für die verschiedene Struktur und Mineralogie, die die in Webelba vorkommenden Gesteinsschichten oder Einheiten IV von den andern auf der Insel unterscheidet. Unter den Gesteinen des Ringes findet sich außerdem ein Zug von Pegmatitadern, die, im Vergleich zu den Einschlüssen des Monate Capanne, aus großen Kristallen bestehen. Ein kleiner Industrievorgang ist in der Nähe von Porto Azzurro zu finden.