Poggio Terme
Das mittelalterliche Bergdorf voller Geschichte und Heilkräfte
Wer die urwüchsige, grüne Seele der Insel abseits des klassischen Strandtrubels entdecken möchte, findet im geschichtsträchtigen Bergdorf Poggio Terme ein wahres Paradies. Der alte römische Ort Poggio hat sich bis heute seinen Charakter als Oase der Ruhe bewahrt und gehört administrativ zur rund drei Kilometer entfernten Gemeinde Marciana. Spektakulär auf einem mächtigen Granitfelsen in 350 Metern Höhe über dem glitzernden Mittelmeer gelegen, wird das Dorf wie ein schützender Gürtel von dichten, uralten Wäldern aus Kastanien, Steineichen und Erlen umrahmt.
Für anspruchsvolle Individualurlauber ist diese Region ein absoluter Geheimtipp: Ein freistehendes Ferienhaus in Poggio Terme garantiert ein Höchstmaß an Privatsphäre und ein angenehm kühles Bergklima im Sommer, während eine charmante Ferienwohnung nahe Marciana den perfekten Ausgangspunkt bietet, um Kultur, alpine Wanderungen und Badetage flexibel zu verbinden. Wer hier ein Feriendomizil sucht, genießt die perfekte Symbiose aus Bergidylle und mediterranem Inselflair.
Ein Labyrinth aus Geschichte: Die mittelalterliche Architektur
Die städtebauliche Struktur von Poggio Terme zieht Entdecker sofort in ihren Bann. Der auf Terrassen angelegte Ort hat sein authentisches mittelalterliches Aussehen über die Jahrhunderte makellos bewahrt. Spiralförmig angelegte Häuserzeilen und schmale, kopfsteingepflasterte Gassen führen unweigerlich hinauf zur Pfarrkirche San Niccolò aus dem 13. Jahrhundert, die strategisch raffiniert direkt zwischen zwei Bastionen der alten Befestigungsmauer errichtet wurde.
Sehenswert ist auch die älteste Kirche von Poggio, San Defendente, die in der Epoche der Renaissance rekonstruiert wurde. Das historische Idyll musste im Laufe der Jahrhunderte jedoch auch dunkle Zeiten überstehen: Im 16. Jahrhundert richteten die von Kahar Mustafa angeführten Türken sowohl in Poggio als auch in Marciana schwere Verwüstungen an.
Die berühmte Quelle Napoleons und die Anerkennung als Therme
Etwas außerhalb des Ortskerns, an der Straße nach Marciana Alta, liegt die berühmte Fonte di Napoleone (Napoleon-Quelle). Das sich durch einen extrem geringen Mineralgehalt auszeichnende Wasser wird traditionell zur Behandlung von Nieren- und Blasenleiden verabreicht. Seine seit Jahrhunderten bekannten Heiligenschaften wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg offiziell staatlich anerkannt und die Bezeichnung „Therme“ folgerichtig dem Ortsnamen Poggio beigefügt.
Zur selben Zeit wurde auch die Flaschenabfüllanlage für das wohlschmeckende Tafelwasser gebaut. Ein faszinierendes historisches Detail hat sich jedoch bis heute erhalten: Die Firma muss das antike Recht der Reisenden achten, die am nahegelegenen kleinen Brunnen bis heute gratis trinken oder ein paar Flaschen für den Eigenbedarf kostenlos abfüllen dürfen.
Sakrale Baukunst und Naturerlebnisse am Monte Perone
Auch die nähere Umgebung des Bergdorfs hält faszinierende Entdeckungen für einen erlebnisreichen Urlaub in Poggio auf Elba bereit. Auf der Straße von Poggio nach Marciana Marina kann man die interessante Ruine des San Lorenzo gewidmeten Pfarrhauses (12. Jahrhundert) besichtigen, das ein echtes Meisterwerk der mittelalterlichen Mauerwerkskunst darstellt. In seiner absoluten Glanzzeit genoss es den Titel einer Abteikirche und war der Mittelpunkt der religiösen, politischen und gesellschaftlichen Interessen der gesamten Gemeinde.
Für Naturbeobachter und Aktivurlauber ist Poggio zudem der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge und ausgedehnte Wanderungen in die vielhundertjährigen Kastanienwälder, die sich malerisch um das Massiv des Monte Perone erstrecken und zu Panoramatouren mit Blick auf den toskanischen Archipel einladen.
