Die Insel Elba

Allgemeine Hinweise zur Insel Elba

Nach Sizilien und Sardinien ist Elba mit einer Fläche von 223,5 km² die drittgrößte Insel Italiens und die ausgedehnteste des toskanischen Archipels, der im oberen Tyrrhenischen Meer liegt. Der nur etwa zwölf Kilometer breite Kanal von Piombino trennt Elba vom Festland. Die Insel erstreckt sich im Längsschnitt von Punta delle Channelle bis Punta Nera über 27 km und erreicht von Capo della Vita bis Punta die Riptali eine maximale Breite von 18 km. Die Entfernung zwischen den gegenüberliegenden Golfen von Portoferraio und Stella beträgt nur 3,5 km Luftlinie, die zwischen den Golfen von Procchio und Campo 4,2 km. Die 147 km lange Küste weist eine Abfolge von tiefen Buchten auf, die im Norden die Golfe von Portoferraio und procchio, im Osten den Golf von Mola und im Süden die Golfe von Campo, Lacona und Stella bilden. Die unregelmäßige Küstenlinie bringt ein stetes Aufeinanderfolgen von Einbuchtungen und Vorgebirgen, von steilen, felsigen Abschnitten und Sandstränden. Die nördliche Inselabdachung ist durch Kastanien- und Steineichenwälder sowie Weinberge besonders kühl und grün. Die westliche Abdachung mit mediterraner Macchia ist ein felsiger Bereich, der sich mehr als die anderen seinen ursprünglichen Zustand erhalten hat. Der Süden mit seinem warmen und trockenen Klima kennzeichnet sich durch eine tropische Vegetation aus Agaven, Feigenkakteen, Opuntien; Eukalypten und Palme aus. Die östliche Abdeckung besteht aus der tiefen Bucht des Golfes von Mola und aus einer zwischen Capo Pero und Capo Castello eingeschlossene Sandküste. Unter Ausschluss des Flachlandes des (8 Prozent), wo sich die fruchtbarsten Felder befinden und die Bevölkerungsdichte am höchsten ist, besteht die restliche Fläche (92 Prozent) aus hügeligen und gebirgigen Reliefs mit einer vorwiegend waldigen Vegetationsdecke aus Steinchen, Pinien und Edelkastanien. Die Fauna der Insel besteht vor allem aus Zugvögeln, die dort überwintern und nisten, aber es gibt auch autochthone Standvögel wie z.B. das Rothuhn (Alectoris rufa). Beachtlich ist auch die große Anzahl der Säugetiere wie Wildschweine (Sus scrofa) und Mufflons (Ovis musimon). Unter den kleinen Säugetieren sind Hasen (Leous europaeus), Edelmarder (Martens martens), Steinmarder (Martens fiona) und Siebenschläfer (Myoxus glis) erwähnenswert. Die Gelbgrüne Zornnatter (Coluber viridiflavus), der Europäische Blattfinger (Phillodactylus europaeus) und die nach dem Volksglauben angeblich von den Sarazenen eingeführte Apisviper (Viperia aspis) sind die unter anderem auf Elba verbreiteten Kriechtiere.
Morphologisch wird die Insel in drei Gebiete eingeteilt, die sich auch geologisch unterscheiden. Das westliche umfasst das aus Granit bestehende Bergmassiv des 1019 m hohen Monte Capanne; die in der Mitte liegende Ebene hinter dem Golf von Campo ist identisch mit einigen Anhöhen vulkanische Ursprungs, die in die Berge Tambone (379 m) und Orello ( 377 m) auslaufen; im östliche Gebiet befinden sich zwei Eisenerzreiche Hügelketten, die am Cima del Monte (516 m) und Monte Calamita (413 m) enden.
Das Klima kann als mild bezeichnet werden, mit kühlen Sommern und gemäßigten Wintern. In Küstennähe beträgt die jährliche Durchschnittstemperatur um 16,5° C und auf den Anhöhen und im Landesinneren etwa 15,7° C mit etwas ausgeprägteren Schwankungen. Betrachtet man die Niederschlagsverteilung, im Herbst, gehen Hochwinter zurück und steigen zwischen März und April wieder leicht an.
Der durch die landschaftliche Schönheit, das milde Klima, die an Sand- und Felsenstrände reiche Küste und die Spuren einer tausendjährigen Geschichte angezogene Fremdenverkehr bildet vorwiegend das wirtschaftliche Rückgrat. Elba hat allerdings außer Meer und Kultur noch weitere Anziehungspunkte. Tatsächlich bietet das Landesinnere viele Routen für anspruchsvolle Anhänger von Trecking- und Mountain Bike-Touren sowie schwierige Felswände für begeisterte Bergsteiger oder Free Climbing – Liebhaber.
Der durch ein gutes Straßennetz und einen häufig zwischen Elba, Piombino und Livorno verkehrenden Fähren betrieb geförderte Fremdenverkehr ist einer der Haupteinnahmequelle der Elbaner. In bescheidenem Maße wird noch der Bergbau fortgesetzt und die Bauindustrie (Fliesen, Granitverarbeitung) beliefert, in Werften kleine Boote hergestellt,Heilbänder (Thermalbad von Poggio und Therme San Giovanni) und Fischfang (Sardellen; Sardinen und Makrelen) betrieben, der aber nur noch eine kleine Zahl von zur See Fahrenden Elbanern ernährt. In der Landwirtschaft ist vor allem der Weinbau von Bedeutung. Aus den Muskattrauben werden Dessertweine mit hohem Alkoholgehalt wie der Aleatico und der Moscato del'Elba hergestellt oder zu Fischgerichten geeignete Tischweine wie der Bianco dell'Elba, der aus den Rebsorten Procanico und Trebbiano gewonnen wird. Zu den hochkarätigen Weinen zählt der Rosso dell'Elba, dessen Haupttraubensorte zu den wichtigsten Bestandteilen des Chianti gehört und zu Pilz-, Braten - und Wildgerichten gereicht wird.
In dessen Zusammenhang ist es erwähnenswert , dass die Küche Elbas zur jeweiligen Saison reich an schmackhaften Wildbrettgerichten (Drosseln, Waldschnepfen, Ringeltauben, Fasane, Hasen, Wildschweine) ist, auch wenn Fischspezialitäten wie z.B. Cacciucco, eine Variante der aus Livorno stammenden Fischsuppe, vorgezogen werden. Zu den süßen Hausgemachten Elbas zählt Schiaccia briaca, eine trockene Schnitte mit Pinienkernen, Nüssen und Rosinen, die man in den Aleatico tunkt.
Eine weitere Insel-Spezialität ist der gute Honig.
Elba gehört zum Gebiet der Verwaltungsprovinz Livorno und ist in acht gemeinden aufgeteilt: Portoferraio (Insel-Hauptstadt), Marciana Marina, Rio nell'Elba, Porto Azzuro und Capoliveri.
Die Bevölkerung mit Hauptwohnsitz beträgt etwa 30.000 Einwohner.

Zuletzt aktualisiert am 19.08.2016 von Kurt Schnabel.

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