Cavo

Am nördlichsten Punkt Elbas befindet sich Cavo, ein am Fuße des Monte Grosso liegender Badeort, der auch einen kleinen, am Ende einer Einbuchtung geschützt gelegenen Hafen hat. Die für den Fremdenverkehr mit guter und expandierender Infrastruktur ausgestattete Seepromenade schlängelt sich den Sandstrand entlang bis Capo Castello, wo sich die Mauerreste einer römischen Villa befinden, die vollkommen in die heutige Bebauung eingeschlossen sind. Von Capo Castello bis Capo della Vita erstreckt sich eine schöne, von dichter Macchia flankierte Felsenriffküste. Der kleine Hafen ist die kürzeste Verbindung zu Festland und so ausgestattet, dass die während der Sommermonate zahlreich angelegten Yachten und Motorboote mit Wasser und Kraftstoff versorgt werden können. Für Bootsbesitzer ist er der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge zu den malerischen Buchten, die in steter Folge von Capo Vita bis Nisporto liegen. 1849 machte Giuseppe Garibaldi hier kurz halt, als er sich vom Festland zur Insel Caprera.

Cavo ist auch der Ausgangspunkt für interessant Ausflüge zu den umliegenden Hügeln und für Exkursionen in den Ortsteil der Insel. Eine empfehlenswerte Wanderung führt zum Tonietti – Mausoleum, das sich einsam in der Macchia erhebt und an verlassene, im Wald gelegene Tempel erinnert, die in Abenteuerromanen geschildert werden oder aus filmen bekannt sind.

Es handelt sich um einen einzigartigen Bau, der eine Synthese des Jugendstils auf der Höhe seiner Entwicklung mit starkem Hang zur Dekadenz des damaligen Geschmacks darstellt und dessen Schönheit aus dem Kontrast zu der Wildheit des Ortes entspringt. Das Mausoleum ist ein Entwurf des Architekten Gino Coppedé, der den Auftrag für dieses Familiengrab von den Toniettis erhielt, die als erste nach der Vereinigung Italiens die Ausbeutung der Eisengruben in Pacht betrieben.